Das Land lässt die Krippenkinder mit Behinderungen im Regen stehen. Wir steuern dagegen.

Anne Hindersmann
 

Die SPD-Ratsfraktion bedauert, dass es das Land nicht geschafft hat, eine Übergangslösung für das jetzt auslaufende Modellprojekt zur Integration behinderter Kinder in die Krippe zu finden. „Das Land will eine dauerhafte Regelung finden, ist aber nicht in der Lage, die Zwischenzeit sinnvoll zu überbrücken“, sagt die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Anne Hindersmann. „Wir nehmen Inklusion sehr ernst und wollen dabei verlässliche Partner der Eltern sein.“

Mit dem Haushalt 2012 hat die SPD-Ratsfraktion zusammen mit Bündnis 90/Die Grünen die Schaffung von 12 integrativen Krippenplätzen ab dem 1. August 2012 beschlossen. „Eigentlich sollten sie zusätzlich entstehen, aber jetzt müssen wir uns die Lücken ansehen, die das Land hinterlassen hat. Die bisher am Modellprojekt des Landes beteiligten Kitas haben bereits gute Erfahrungen mit der Inklusion gemacht. Dieses Wissen kann jetzt nicht mehr genutzt werden. Dabei wäre es sehr wichtig, die Plätze zu erhalten“, sagt Hindersmann.

Nach Ansicht der jugendpolitischen Sprecherin ist das ganze Modellprojekt eine Maßnahme gewesen, die bei der Integration der ganz Kleinen Zeit schinden sollte. „Dass jetzt ein Jahr vor dem Rechtsanspruch die Modell-Kitas vom Land allein gelassen werden, ist skandalös und hat mit guter Integrationspolitik nichts zu tun“, so Hindersmann.

Die jugendpolitische Sprecherin wird sich bei der Jugendverwaltung dafür einsetzen, dass die zwölf integrativen Krippenplätze den Familien möglichst schnell angeboten werden.

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