Transparenz der Informationen und Angebote ist wichtig für Menschen die ihre Angehörigen pflegen

 

<b>Durch die gestrige Informationsveranstaltung der SPD-Ratsfraktion zum Thema „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf - zu pflegende Angehörige“ wurde deutlich, dass das neue Pflegezeitgesetz nicht nur Positives bringt und das Informationsangebot in Hannover zwar groß ist, jedoch nicht übersichtlich.</b>

„Wenn über das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesprochen wird, dann verbinden wir damit zunächst Kinderbetreuung, Zeit für Familie und Lebenspartner/in. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegetätigkeiten fällt dabei jedoch oft aus dem Blickfeld“ erklärt Anne Lossin, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. Aus diesem Grund veranstaltete die SPD-Ratsfraktion am Donnerstagabend eine Informationsveranstaltung, in der es um genau dieses Thema ging, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

In ihrem Impulsreferat erklärte Frau Prof. Dr. Roes von der Hochschule Bremen, neben den neuen Regelungen des im Sommer verabschiedeten Pflegezeitgesetzes, dass sich 3/4 der pflegenden Angehörigen alles selbst beigebracht haben und nur ungefähr jede 10 Person einen Hauptpflegekurs besucht hat.

Dieses Problem wurde auch in der anschließenden Podiumsdiskussion deutlich. Frau Jaster von der Alzheimergesellschaft Hannover erklärte, dass die Menschen oft unvorbereitet in die Situation kommen ihre Angehörigen zu pflegen. Frau Willamowius, Geschäftsführerin von Wohnen und Pflegen gGmbH und Frau Sylke Schröder, Leiterin des Ambulanten gerontopsychatrischen Zentrums, machten deutlich, dass eine Vernetzung und Transparenz der Informationsangebote notwenig sei.

Abgerundet wurde die Diskussionsrunde von Frau Pieper, Üstra Mitarbeiterberatung, die die Möglichkeiten für Unternehmen darlegte, ihren Beschäftigten, die Angehörige pflegen, die ohnehin schwierige Situation zu erleichtern. Der wichtigste Schritt für Unternehmen ist zunächst die Akzeptanz, dass es im Rahmen von Vereinbarkeit von Familie und Beruf eben nicht nur Kinder gibt die betreut werden müssen, sondern auch die demenzkranke Mutter betreut werden muss.

„Wir haben aus dieser Veranstaltung viel für unsere kommunale Arbeit mitgenommen“, resümiert Anne Lossin und erklärt weiter „es gibt in Hannover bereits viele, wie wir heute gesehen haben, sehr gute Angebote für Menschen die ihre angehörigen pflegen. Das Problem ist jedoch, dass diese oft und gerade in der akuten Phase nicht bekannt sind und es kein transparentes Informationsangebot gibt.“

Hier finden Sie Informationen zum Thema: "Spagat zwischen Beruf und Familie - Neues aus der Pflegereform 2008" von Prof. Dr. Martina Roes:
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